16.04.2017 12:48 Alter: 246 days
Kategorie: Niners, Startseite

Showdown am Ostermontag!

„Do or die“, pflegt der Amerikaner vor entscheidenden Spielen gern zu sagen.


„Machen oder Sterben“, klingt im Deutschen vielleicht etwas zu martialisch, trifft aber dennoch jenen Punkt, an dem sich die Basketball-Zweitligisten NINERS Chemnitz und RÖMERSTROM Gladiators Trier vor ihrem Duell am Ostermontag in der Richard-Hartmann-Halle (17:00 Uhr) befinden. Denn nachdem die Moselstädter am Samstagabend in eigener Arena durch einen klaren 74:57-Erfolg die Playoff-Viertelfinalserie erneut ausgleichen konnten, kommt es nun zum alles entscheidenden fünften Match zwischen beiden Teams. Die Vorzeichen sind denkbar einfach – wer gewinnt, zieht ins Halbfinale der Meisterschaftsrunde ein und würde dort auf die Oettinger Rockets treffen, die sich gestern gegen Crailsheim durchsetzten. Wer verliert, darf nach insgesamt 35 Pflichtspielen in die Sommerpause gehen. „Wir haben noch lange nicht genug“, betont NINERS-Kapitän Michael Fleischmann, dass die Mannschaft auf einen Heimsieg gegen Trier und den Einzug in das Playoff-Halbfinale brennt.

Jenes Ziel hätte Chemnitz bereits am Samstag erreichen können, doch wie in allen drei bisherigen Gastspielen bei den Gladiators seit deren Abstieg aus der BBL, war für die NINERS in der Arena Trier auch dieses Mal nichts zu holen. Vor über 3.000 Zuschauern erwischten die Hausherren sofort den besseren Start und zogen durch Treffer von John Eggleston sowie Kilian Dietz blitzschnell auf 9:0 davon. Die erste Chemnitzer Antwort hatte dann natürlich Joe Lawson parat, der aber auch nicht verhindern konnte, dass sein Team nach dem Startviertel schon deutlich mit 11:21 hinten lag. Im zweiten Abschnitt schienen die NINERS wieder den Anschluss zu finden als Lawson binnen einer Minute drei Dreier zum 20:27-Anschluss durch die Reuse jagte. Doch angeführt vom bärenstarken Eggleston sowie dem erneut kaum zu stoppenden Brandon Spearman starteten die Hausherren den nächsten Lauf und setzten sich bis zur Halbzeitpause bereits auf 39:27 ab. 

Im dritten Abschnitt zeigte sich Chemnitz vor allem defensiv zunächst stark verbessert und gestattete Trier in den ersten drei Minuten lediglich zwei Zähler. Allerdings konnten Sachsens beste Korbjäger daraus kaum Kapital schlagen, weil man wie schon beim letzten Auftritt in der Moselstadt offensiv keinen Rhythmus fand. So schlug das Pendel erneut zugunsten der Gladiators aus und spätestens als Spearman, Simon Schmitz sowie Sebastian Herrera binnen kurzer Zeit drei Distanzwürfe zum 58:33 versenkten, war die Vorentscheidung gefallen. Da obendrein auf Chemnitzer Seite weiterhin Jonas Richter (Magen-Darm-Infekt) und Daniel Mixich (Sprunggelenksverletzung) fehlten, stand Rodrigo Pastore schlichtweg nicht das nötige Personal für eine letzte Aufholjagd zur Verfügung. Folgerichtig willigte der NINERS-Coach in die Niederlage ein, schonte fortan seine Leistungsträger und nutzte das Schlussviertel, um Akteuren aus der zweiten Reihe wie Martin Seiferth, Stefan Wess, Arne Wendler oder Aaron Kayser reichlich Spielzeit zu geben, die insbesondere Wess und Seiferth für einige gute Aktionen nutzten und so hoffentlich neues Selbstvertrauen für das Entscheidungsspiel tankten.

Schließlich steht den NINERS das härteste Match dieser Saison bevor. „Die Gladiators sind ein Team mit großer Qualität sowie enormer Kadertiefe und zudem sehr gut gecoacht. Das haben wir nun in allen Partien gesehen“, unterstreicht Pastore die unbestrittenen Stärken des Kontrahenten. Diesen müsse man wie in den vorherigen Playoff-Heimspielen mit bedingungsloser Aufopferungsbereitschaft, höchster Konzentration und Willensstärke begegnen. „Außerdem brauchen wir die Unterstützung unserer einzigartigen Fans – von der ersten bis zur letzten Spielminute! Das fünfte Duell wird sportlich wie mental eine Zerreißprobe für beide Teams, in welcher der Heimvorteil den entscheidenden Ausschlag geben kann“, hofft Pastore auf echte Hexenkesselatmosphäre.

 

STATISTIK:

RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. NINERS Chemnitz 74:57 (21:11, 18:16, 21:10, 14:20), 3.086 Zuschauer

Lawson (16 Punkte), Ziegenhagen (12), Seiferth (10), Fleischmann (8), Wess (6), Carter (5), Bradshaw, Kayser, Matthews, Wendler

 

TERMINE:

NINERS Chemnitz vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier, Montag, 17.04.2017, 17:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle