01.03.2018 14:56 Alter: 111 days
Kategorie: Niners, Startseite

Quo vadis NINERS?

Wohin gehen die Chemnitzer Zweitligabasketballer?


Eine Antwort auf jene Frage könnte das bevorstehende Wochenende liefern, an dem die NINERS gleich zwei Heimspiele binnen 48 Stunden bestreiten. Am Freitag trifft man zunächst um 19:30 Uhr auf die elftplatzierten Hamburg Towers, bevor es Sonntag ab 17:00 Uhr zum Duell mit den auf Rang 5 liegenden RheinStars Köln kommt. Beide Begegnungen finden wie gewohnt in der Richard-Hartmann-Halle statt. Eintrittskarten sind in der NINERS-Geschäftsstelle, im Onlineportal, in allen BLICK- und Freie-Presse-Shops, im Ticket- und Touristservice am Markt 1 sowie an der Abendkasse erhältlich. „Wir hoffen auf die lautstarke Unterstützung unserer Fans, denn in diesen beiden Partien wird sich zeigen, ob wir noch einmal in den Kampf um die Playoffplätze eingreifen können“, betont Cheftrainer Rodrigo Pastore.

Der 45-jährige Argentinier steht mit seiner Mannschaft momentan auf dem neunten Tabellenplatz und damit genau einen Rang hinter den begehrten Top-8, die nach Ablauf der regulären Saison noch in der spannenden Meisterschaftsrunde um den Aufstieg streiten. Der Rückstand beträgt nummerisch einen Sieg, bei genauerer Betrachtung sind es jedoch deren zwei, weil Chemnitz den direkten Vergleich gegen die vor ihnen platzierten Hanau White Wings verloren hat. Sechs Spieltage vor Schluss eine durchaus üppige Bürde und so sind die NINERS fast schon zum Siegen verdammt, wenn man sich doch noch für die Playoffs qualifizieren möchte. Es wäre das dritte Mal in Folge und zugleich das dritte Mal unter Pastore. Der Headcoach blendet dies in der jetzigen Lage aber eher aus: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel und schauen, was am Ende rauskommt.“

 

So liegt der Fokus aktuell voll und ganz auf der Partie gegen Hamburg. Die Towers waren wie Chemnitz mit großen Ambitionen in die Saison gestartet und hinken diesen ebenfalls hinterher, was wiederum Headcoach Hamed Attarbashi vor zwei Wochen den Job kostete. Co-Trainer Benka Barloschky übernahm und brachte Hamburg vorerst so weit in die Spur, dass man in Trier (83:84) und gegen Crailsheim (73:79) wieder ernsthaft konkurrenzfähig, wenn auch weiterhin sieglos war. Nach der Trainerdemission standen und stehen vor allem die Starspieler in der Pflicht und von denen haben die Towers einige. Ob Jonathon Williams (16.7 Punkte pro Partie), Anthony Canty (11.6), Adin Vrabac (10), Hrovje Kovacevic (8.9), der Ex-Chemnitzer Greg Logins (8.3), Jannik Freese (7.2), Enosch Wolf (7.1) oder Stefan Schmidt (3.3) – sie alle bringen reichlich Erfahrung aus Europas Profiligen mit und spielten schon auf deutlich höherem Niveau als im ProA-Mittelfeld. Dank junger Talente wie Rene Kindzeka (6.6), Lars Kamp (4.1), Lucas Gertz (2.1) und Sören Fritze (1.5) ist zudem auch die notwendige Kadertiefe mehr als gegeben, so dass selbst verletzungsbedingte Ausfälle wie jener von Justin Raffington kompensiert werden können. „Die Towers gehören auf dem Papier zu den besten Teams der Liga und wir sollten es tunlichst vermeiden, sie aufgrund ihrer Tabellenposition zu unterschätzen“, warnt Pastore. 

Gleiches wird den NINERS gegen Köln wohl auf keinen Fall passieren. Nicht nur, dass die Domstädter einige Ränge vor Chemnitz stehen, auch das Hinspiel werden die Sachsen noch in schmerzlicher Erinnerung haben. Damals führte das Pastore-Team zu Beginn des Schlussviertels noch mit 45:43, wurde anschließend von den RheinStars aber regelrecht auseinandergenommen und mit einer 49:70-Klatsche auf die Heimreise geschickt. Dabei waren in der entscheidenden Phase gerade die vier US-Amerikaner Kavin Gilder-Tilbury (12.6), Jesse Morgan (12.1), Keith Ramsey (9.8) und Matt Vest (8.6)  von Chemnitz nicht zu stoppen. Auch die deutschen Leistungsträger Besnik Bekteshi (8.6), Lukas Wank (6.5), Alex Foster (6.3), Max DiLeo (5.8) und 2.18-Meter-Riese Dennis Heinzmann (3.6) setzten immer wieder entscheidende Nadelstiche. Inzwischen ist mit Ante Gospic noch ein weiterer Hochkaräter hinzugekommen, der in seiner Karriere bereits 87 Pflichtspiele für das kroatische Topteam Cibona Zagreb bestritt. Kein Wunder also, dass die RheinStars, welche vom einstigen Gießener Aufstiegstrainer Dennis Wucherer betreut werden, bislang eine gute Rolle im Playoffrennnen der 2. Basketball-Bundesliga ProA spielen. „Aber auch Köln hat in den letzten Wochen unter anderem gegen Trier, Heidelberg und Kirchheim Federn gelassen. Sie sind also durchaus schlagbar. Gleiches gilt für Hamburg, wenn wir die vier wichtigsten Dinge beachten – mit hoher Intensität, mannschaftsdienlich sowie robust spielen und uns trotz der großen Bedeutung beider Partien nicht aus der Ruhe bringen lassen“, unterstreicht Pastore.

 

TERMINE:

NINERS Chemnitz vs. Hamburg Towers, Freitag, 02.03.2018, 19:30 Uhr, Richard-Hartmann-Halle

NINERS Chemnitz vs. RheinStars Köln, Sonntag, 04.03.2018, 17:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle