11.03.2018 18:13 Alter: 101 days
Kategorie: Niners, Startseite

NINERS ohne Fortune

Die Chemnitzer Zweitligabasketballer kehren erneut ohne Punkte von einer Auswärtspartie zurück,


nachdem man sich am Samstag vor beeindruckenden 4.200 Besuchern in der Arena Trier den gastgebenden Gladiators mit 74:81 (35:39) geschlagen geben musste. Im 27. Spiel dieser Saison war es die nunmehr 15. Niederlage.  Gleich neun davon fielen mit einer Differenz von acht Punkten oder weniger sehr knapp aus, was letztendlich wohl den Ausschlag für das Verpassen der Playoffs geben wird. „Die Mannschaft hat auch in Trier bis zum Schluss gekämpft, aber wie so oft in den vergangenen Monaten fehlten uns ein paar Prozent, machten wir zwei, drei Fehler zu viel und hatten nicht unbedingt das Glück auf unserer Seite. In Summe gehen dann halt solche Partien gegen andere Playoffkandidaten zu oft verloren“, konstatierte NINERS-Coach Rodrigo Pastore. 

Den ersten Tiefschlag musste der Argentinier bereits am Freitagabend verkraften. Nach der Ankunft in Trier zeigte Jonas Richter alarmierende Schwächeerscheinungen und wurde direkt ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte bedenkliche Blutwerte fest, welche einen Einsatz am Samstag unmöglich machten und am Sonntag weitere Untersuchungen im Chemnitzer Flemmingkrankenhaus folgen ließen. Ohne den 2.07 Meter großen Powerforward wurde es gegen die besonders reboundstarken Trierer natürlich ungleich schwerer. Schon im Auftaktviertel sammelten die Gastgeber fünf Abpraller mehr ein, trafen zudem konstanter aus der Nahdistanz und setzten sich folgerichtig auf 22:13 ab. Im zweiten Abschnitt fand Chemnitz jedoch besser ins Spiel und kam durch einen von Joe Lawson sowie Robin Lodders initiierten 7:0-Lauf wieder in Schlagdistanz. Fortan lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Gladiators vor allem dank ihres Routiniers Jermaine Bucknor die Oberhand behielten und so mit einer 39:35-Führung in die Kabine gingen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Trier deutlich wacher und vor allem aus der Distanz treffsicherer. So verwandelten Simon Schmitz und Anton Shoutvin drei sehenswerte Dreier, die gepaart mit Punkten der Nordamerikaner Bucknor, Dranginis und Nortmann zu einem 58:41-Zwischenstand zugunsten der Gastgeber führten. Pastore reagierte mit einer Auszeit, in der er besonders klare Worte fand, welche bei seinen Spielern offenbar auf Gehör stießen. Bis zur letzten Viertelpause kämpfte sich Chemnitz schon wieder auf 49:61 heran und auch den Schlussabschnitt eröffnete Hugh Robertson bilderbuchmäßig per Dreier. Wenig später taten es ihm Malte Ziegenhagen sowie Brad Tinsley vom Perimeter gleich und als sich dann auch noch Joe Lawson am Brett durchtankte, waren die NINERS erneut auf 60:64 dran. Doch im Stile einer echten Spitzenmannschaft holte Trier noch einmal zum Gegenschlag aus, der insbesondere durch die Dreier von Smit und Bucknor dann auch zum finalen Niederschlag werden sollte. „Wir waren nah dran, doch Trier eben einen kleinen Tick besser und somit verdienter Sieger dieser Partie. Unsere Playoffchancen sind jetzt auf ein Minimum gesunken, aber ich hoffe, dass wir Vechta einen ebenso harten Kampf wie heute Trier liefern können“, blickte Pastore bereits auf das Duell mit dem Zweitligaspitzenreiter, welches kommenden Samstag um 19 Uhr in Chemnitz steigt.

 

STATISTIK:

RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. NINERS Chemnitz 81:74 (22:13, 17:22, 21:14, 21:25), 4.167 Zuschauer

Lawson (24 Punkte), Ziegenhagen (19), Lodders (8), Robertson (8),  Tinsley (8), Mazurczak (4), Fleischmann (3), Mixich, Wendler, Kayser (nicht eingesetzt)

 

TERMIN:

NINERS Chemnitz vs. RASTA Vechta, Samstag, 17.03.2018, 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle