28.01.2018 19:19 Alter: 24 days
Kategorie: Niners, Startseite

NINERS gehen in Hagen leer aus

Die Zweitligabasketballer der NINERS Chemnitz bekommen auswärts weiterhin kein Bein auf die Erde.


Mit der 79:89-Niederlage in Hagen am Samstagabend kassierte das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore bereits die neunte Schlappe im elften Gastspiel der laufenden Saison. Vor über 2.200 Zuschauern, darunter gut 60 mitgereiste Chemnitzer Fans, verschliefen die NINERS abermals den Start, gerieten früh mit zwölf Punkten in Rückstand und konnten eben jenen trotz aller Anstrengungen nicht mehr aufholen. Entscheidender Mann des Abends war Phoenix-Kapitän Dominik Spohr, der nach einmonatiger Verletzungspause ein sensationelles Comeback feierte, Hagen mit 26 Punkten zum Sieg führte und die Playoffträume der Westfalen weiter am Leben hält. Währenddessen haben die leisen Hoffnungen der Chemnitzer Korbjäger, doch noch den Sprung in die Meisterschaftsrunde zu schaffen, einen herben Dämpfer erhalten und sich die Spieler vor der nächsten Heimpartie gegen Kirchheim, welche am Samstag steigt, selbst gewissermaßen unter Zugzwang gesetzt.

In der stimmungsvollen Hagener Ischelandhalle erlebten die NINERS gleich zu Beginn ein in dieser Spielzeit regelmäßig wiederkehrendes Déjà-vu, als man erneut so gar nicht ins Match finden wollte. Ballverluste, schlechte Wurfauswahl und obendrein Schlafeinlagen in der Verteidigung führten zu einem schnellen 0:8-Rückstand, ehe Malte Ziegenhagen per Dreier die ersten Chemnitzer Punkte erzielte. Als Weckruf diente dies allerdings noch nicht. Vielmehr blieben die NINERS fahrig und Phoenix weiter am Drücker, so dass der Gastgeber, angeführt von Dominik Spohr, Alex Herrera und Jonas Grof, den Vorsprung auf 22:12 ausbaute. Mit zwölf Zählern Differenz ging es dann auch ins zweite Viertel, wo ausgerechnet die Chemnitzer Youngster Daniel Mixich und Jonas Richter das Ruder übernahmen. Die beiden 20-Jährigen erzielten binnen zwei Minuten elf Zähler, auf die dann Kapitän Michael Fleischmann einen „And-One“ zum 26:28-Anschluss folgen ließ. Die NINERS schienen nun besser im Spiel zu sein, verpassten aber einige Chancen zum Ausgleich und mussten so am Ende der ersten Halbzeit doch mit einem 42:47-Rückstand in die Kabine gehen.

Aus dieser kam man zumindest defensiv verbessert heraus und konnte daher trotz mäßiger Punktausbeute zunächst einmal auf 47:50 an Hagen heranrücken. Doch die Feuervögel fingen sich wieder, dominierten das Reboundduell und hatten mit Alex Herrera sowie Derreck Brooks in dieser Phase sehr verlässliche Scorer in ihren Reihen. Bei Chemnitz hielten nur noch Neuzugang Hugh Robertson sowie Brad Tinsley dagegen, die allerdings auch nicht verhindern konnten, dass der Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf 13 Zähler anwuchs (60:73).  Als sich im Schlussabschnitt dann aber auch Joe Lawson leistungsmäßig positiv zu seinen beiden Landsleuten gesellte, waren die NINERS plötzlich wieder drin im Geschäft. Robertson verkürzte fünf Minuten vor Schluss auf 71:76. Lawson und Ziegenhagen wahrten mit ihren Treffern bis vier Minuten vor Spielende den 5-Punkte-Rückstand (75:80), der noch sämtliche Chancen am Leben erhielt. Doch in der alles entscheidenden „Crunchtime“ versagten den Chemnitzern wieder die Nerven, während Phoenix Hagen seine Möglichkeiten eiskalt nutzte und somit als knapper, jedoch zweifellos verdienter Sieger das Feld verließ.

 

STATISTIK:

Phoenix Hagen vs. NINERS Chemnitz 89:79 (24:12, 23:30, 26:18, 16:19), 2.218 Zuschauer

Lawson (17 Punkte), Robertson (15), Ziegenhagen (15), Fleischmann (9), Mixich (8), Tinsley (8), Richter (5), Wendler (2), Lodders (0), Mazurczak (0), Kayser (nicht eingesetzt)

 

TERMIN:

NINERS Chemnitz vs. VfL Kirchheim Knights, Samstag, 03.02.2018, 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle