04.03.2018 11:12 Alter: 109 days
Kategorie: Niners, Startseite

Hamburg war der erste Streich...

...und der zweite folgt zugleich?


„Das wäre großartig“, sagt NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore, betont aber umgehend: „Dass wir dafür gegen Köln über die komplette Spieldauer hinweg so agieren müssten, wie es uns am Freitag gegen Hamburg in der zweiten Halbzeit gelang.“ Dort drehten die Chemnitzer Korbjäger vor mehr als 2.000 Zuschauern in der Richard-Hartmann-Halle einen 34:41-Pausenrückstand in einen 75:69-Sieg. Bester Werfer war Malte Ziegenhagen mit 21 Punkten, aber auch Robin Lodders (11), Brad Tinsley (11) und Daniel Mixich (10) trafen zweistellig. Heute dürfen die Basketballer erneut zu Hause antreten und empfangen dabei den Tabellensiebten RheinStars Köln. Fünf Spieltage vor dem Ende der regulären Saison kommt dieser Partie eine ganz besondere Bedeutung bei, wenn die aktuell neuntplatzierten NINERS doch noch in die Playoffs der 2. Bundesliga einziehen wollen. Eintrittskarten sind im Onlineshop und natürlich an der Abendkasse erhältlich.

Gegen Hamburg erwischte Chemnitz einen guten Start und ging durch einen Dreier von Daniel Mixich sowie einen „And-One“ des US-Amerikaners Tinsley früh mit 6:3 in Front. Anschließend spielten aber die Towers ihre Größenvorteile am Brett gekonnt aus und erkämpften sich bis zum Ende des Startviertels eine knappe 19:17-Führung. Diese baute das Team von Trainer Benka Barloschky im zweiten Abschnitt kontinuierlich aus, wobei vor allem der wieselflinke Pointguard Rene Kindzeka sehr zu gefallen wusste. Auch im Reboundduell hatten die Hansestädter Vorteile, nicht zuletzt deshalb, weil Chemnitz ohne den angeschlagenen 2.07-Meter-Hünen Jonas Richter antreten musste und Kapitän Michael Fleischmann noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Folglich gingen die NINERS mit einem 34:41-Rückstand in die Kabine, starteten nach dem Seitenwechsel aber eine tolle Aufholjagd, welche Tinsley bereits Mitte des dritten Viertels per Dreier zum 47:47-Ausgleich krönte. Ziegenhagen ließ sieben weitere Zähler folgen und brachte Chemnitz so erstmals seit Spielbeginn wieder in Führung. Diese wechselte lediglich zu Beginn des Schlussabschnittes noch einmal auf Hamburger Seite, als Lars Kamp einen Distanzwurf zum 55:57 versenkte, aber Andy Mazurczak hatte vom Perimeter direkt die passende Antwort parat. Wenig später kamen die Gäste durch Kindzeka noch einmal zum Ausgleich, doch Ziegenhagen, Lodders und Fleischmann netzten jetzt wichtige Würfe, mit denen sich Chemnitz wieder auf 71:65 absetzte. Die Entscheidung folgte dann 90 Sekunden vor Spielende, als sich Tinsley über den Boden rutschend einen Ball erkämpfte, jenen direkt zu Ziegenhagen passte, der im Fastbreak Mixich fand, welcher zum viel umjubelten 73:69 traf. „Die Jungs haben echten Siegeswillen gezeigt und sich die Punkte hart erkämpft“, strahlte Pastore.

Mit Einsatz und Leidenschaft könnte man am heutigen Sonntag auch Köln bezwingen, das allerdings einen kleinen Vorteil hat. Die RheinStars bestritten ihr letztes Match bereits am Mittwoch beim 94:106 in Crailsheim und durften sich somit zwei Tage mehr ausruhen. „Das ist an Doppelspieltagen sicherlich ein gewisser Vorteil, zumal bei uns hinter dem Einsatz von Richter und Fleischmann einige Fragezeichen stehen. Allerdings haben wir den Heimvorteil auf unserer Seite und die besten Fans der Liga im Rücken. Wenn es uns gelingt, unsere letzten Reserven zu mobilisieren, können wir auch Köln schlagen“, ist Rodrigo Pastore überzeugt.

 

STATISTIK:

NINERS Chemnitz vs. Hamburg Towers 75:69 (17:19, 17:22, 21:13, 20:15), 2.075 Zuschauer 

Ziegenhagen (21 Punkte), Lodders (11), Tinsley (11), Mixich (10), Mazurczak (7), Fleischmann (6), Lawson (4), Robertson (3), Wendler (2), Kayser (0) 

 

TERMIN:

NINERS Chemnitz vs. RheinStars Köln, Sonntag, 04.03.2018, 17:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle